Als große Hilfe im Umgang mit der neuen Situation wird die Teilnahme an einer ILCO-Selbsthilfegruppe wahrgenommen. Wir können nur allen Frischoperierten ans Herz legen, die Angebote der ILCO von Anfang an zu nutzen. Gerne kommen wir auch vor der Operation ans Klinikbett. Die Hilfen betreffen auch die Verunsicherung am Anfang. In einer Gruppe danach findet man das Rüstzeug für den Alltag. Besonders langjährige Betroffene in einer Gruppe sind Lebensmodelle, weil sie zeigen, dass es weitergeht und wie man aktiv weiterhin am Leben teilnehmen kann.
Stomarückverlegung: Auch nach der Rückverlegung eines künstlichen Darmausganges kann es einige Zeit dauern, bis sich das Stuhlverhalten wieder eingependelt hat. Jeder hat als Ziel die Kontinenz. Auch hier hilft der Austausch von Betroffenen gegenseitig und die Informationen, dass es mögliche Hilfsmittelangebote gibt. Die anale Irregation ist nach Rücksprache und ärztlicher Anordnung und Anleitung durch qualifizierten Fachleuten eine weitere Option, wie auch die Schließmuskelstimulation bei Darmfunktionsstörungen.
Colostomieträger: Viele Colostomieträger können dank Irrigation statt der üblichen Beutelversorgung nur mit einem Stomaverschluss oder eine Stomakappe unterwegs sein. Eine regelmäßige Darmspülung führt zu einer erfolgreichen und zuverlässigen Methode für viele Stunden Stuhlfrei zu sein. Auch bei diesem Thema gibt es viele Situationen, die unter Gleichbetroffenen besprochen und Tipps ausgetauscht werden können. Weitere fachliche Informationen bieten die Gruppen durch Vorträge von Stomatherapeuten/innen. Der ideale Zeitpunkt für eine Irregation ist derjenige, zu dem auch schon vor der Stomaanlage.
Filme zum Thema Darmkrebs auf der Homepage von Krebshilfe.TV:
In den folgenden Filmen berichten Betroffene von ihren ganz persönlichen Erfahrungen mit der Erkrankung. Mediziner geben wichtige Informationen über Früherkennung, Therapie und Nachsorge.
Hier der Link - bitte klicken http://www.krebshilfe.de/mediathek_darmkrebs.html |
der regelmäßige Stuhlgang erfolgte. Bei den meisten Betroffenen war das morgens vor oder nach dem Frühstück. Wichtig ist nach der Stomaanlage, immer zur selben Tagesuhrzeit zu irrigieren und sich insbesondere zu Beginn nicht unter Zeitdruck setzen zu lassen.
Ileostomieträger: Da der Dünndarm den Darminhalt nicht eindicken kann, sind die Entleerungen der Versorgungsbeutel über den ganzen Tag verteilt notwendig. Bei bestimmten Voraussetzungen ist es nach einer Dickdarmentfernung möglich, eine sog. Kocksche Tasche, ein inneres Reservoir zu schaffen, die eine Beutelversorgung überflüssig macht. Sorgfalt bei der Entleerung und der Versorgung bei der endständigen Ileostomie ist unbedingt zu beachten. Auch hier kann die ILCO durch Informationen und Betroffene mit Tipps für den Alltag aufwarten.
Eine gute Möglichkeit, etwas für sich selbst zu tun, wird von vielen Betroffenen noch stark unterschätzt: Dies ist die sportliche Aktivität. Es gibt viele Belege dafür, dass regelmäßige körperliche Aktivität, sei es im Alltag oder im gezielten Training, das Wohlbefinden und die Lebensqualität von Betroffenen steigert und sich auf die seelische Bewältigung der Erkrankung positiv auswirkt.
Das Thema Nachsorge und Rehabilitation ist ein wichtiger Bestandteil unseres Informationsdienstes.
Unsere Vertreter der ILCO Selbsthilfe sind Experten in eigener Sache. Als Betroffene oder Angehörige haben sie Erfahrungen mit ihrer eigenen Erkrankung und den eigenen Therapien. Sie unterstützen sich gegenseitig und geben ihr Wissen und das Wissen der ILCO und das Verständnis auf dem speziellen Gebiet an andere Betroffene gerne weiter. Dabei arbeiten sie eng mit den professionellen Versorgungsunternehmen, den Kliniken und Onkologen zusammen. |