Vorträge Prävention
ILCO Aktivitäten
Die ILCO - Region Ostalb - Ulm - Biberach bietet öffentliche Veranstaltungen, Vorträge bei anderen Personenvereinigungen und Informationen bei Ausstellungen in Darmzentren.
Anfragen richten Sie bitte gerne über das Kontakt-Formular an uns.
Allgemeines
Darmkrebs ist eine vermeidbare Krankheit. Wenn sie früh genug erkannt wird, ist sie in fast aller Fälle heilbar.
Für viele ist Darmkrebsvorsorge leider kein Thema - teils aus Angst, teils aus Scham, sehr viel aber auch aus Unkenntnis.
Seit Oktober 2002 finanzieren die Krankenkassen die Kosten einer Darmspiegelung ab dem 55. Lebensjahr. Wenn eine familiäre Disposition vorliegt, ist eine Darmkrebsvorsorgeuntersuchung schon sehr viel früher ein sehr wichtiger TÜV-Termin.
Darmkrebs ist sowohl bei Frauen als auch bei Männern die zweithäufigste Krebserkrankung. In Deutschland erkranken jährlich rd. 73.000 Menschen an Darmkrebs. Darmkrebs tritt überwiegend im Alter ab 50 Jahren auf und erreicht im Alter ab 69 Jahren den Erkrankungsgipfel.
Da Darmkrebs bereits in Vorstufen erkennbar ist, kann die Entstehung von Darmkrebs vermieden werden.
Die ILCO - Region Ostalb - Ulm - Biberach begann im Jahr 2008 mit Präventionsveranstaltungen ( Prävention = kommt aus dem lateinischen und bedeutet "einer Sache zuvorkommen" ) und ist bemüht auch durch Mund zu Mundwerbung auf die Wichtigkeit der Vorsorgeuntersuchungen hinzuweisen.
Betroffener berichtet:
„nur weil bei mir der Darmkrebs sehr früh entdeckt wurde, lebe ich noch“, sagt B.R. Entdeckt wurde die Erkrankung in seinem Fall im Alter von 49 Jahren durch eine Darmspiegelung. Eine Vorstufe von Darmkrebs hätte man bereits mehrere Jahre zuvor durch eine Koloskopie erkennen können und eine Diagnose Darmkrebs wäre vermeidbar gewesen.
Dies auch deshalb, da nachträglich festgestellt wurde, dass in seiner Familie der Opa an Darmkrebs verstorben war. Aufgrund der familiären Disposition besteht ein erhöhtes Gen-Risikos an Darmkrebs zu erkranken. Den Kindern von B.R. wird spätestens mit 39 Jahren eine Darmkrebsuntersuchung empfohlen.
Darmkrebs ist ein doppeltes Tabu-Thema. Deshalb wird nicht genug darüber gesprochen. Über Darmprobleme spricht man nicht mit anderen, obwohl diese genauso natürlich sind, wie Zahnprobleme. Schweigen kann in diesem Fall bedeuten, die Vorsorgeuntersuchung zu verzögern und damit die Erkrankung nicht frühzeitig zu erkennen.
Warum und wie entsteht Darmkrebs?
Gesunder Darm
Diese Frage kann heute noch nicht vollständig beantwortet werden. Jedoch ist eine Vielzahl von wissenschaftlichen Erkenntnissen bekannt:
Es besteht ein Zusammenhang mit der Zusammensetzung unserer Nahrung.
Bei manchen Menschen kommt eine erbliche Form von Darmkrebs vor.
...usw.
Bei den meisten Menschen entsteht eine Vorstufe von Darmkrebs in Form von einem Darmpolypen. Etwa 90 % dieser Polypen entarten. Daraus folgt, dass die wirksamste Vermeidung von Darmkrebs die Entfernung von Darmpolypen ist.
Man weiß, dass durch Kontakt mit bestimmten Substanzen in unserer Nahrung mit der Darmschleimhaut es zu Stöhrungen der genetischen Zellinformationen kommen kann. Die körpereigenen Reparatur-Mechanismen können diese Störungen vielfach nicht beheben. Die Folge ist eine krankhafte Zellvermehrung, die zuerst gutartig ist. Erst wenn die Zellen völlig unkontrolliert wachsen, spricht man von einem bösartigen Tumor.
Vorsorgeuntersuchung
Die Krankenkassen bieten ab dem 50. Lebensjahr ein Krebs-Früherkennungsprogramm an. Zur Früherkennung von Darmkrebs ab dem 50. Lebensjahr wird ein Stuhl-Blut-Test ( Haemoccult - Test und andere ) auf okkultes nicht sichtbares Blut empfohlen und eingesetzt.
Die erste Früherkennungs-Koloskopie ( Darmspiegelung ) sollte spätestens mit 55 Jahren in Anspruch genommen werden. Diese Koloskopie, vorzugsweise bei einem Gastroenterologen, umfasst eine genaue und vollständige Untersuchung des gesamten Dickdarmen. Dazu muss der Darm vorher geleert werden, was etwas unangenehm empfunden wird. Die Darmspiegelung anfürsich ist unproblematisch, sie wird ambulant, effektiv und risikoarm durchgeführt. Ihr Arzt klärt Sie vor der Untersuchung umfassend auf. Auf Wunsch erhalten Sie vor der Untersuchung des Darmes ein Medikament und Sie spüren danach kaum etwas von der Untersuchung.
Sollte ein Polyp vorhanden sein, kann er in aller Regel sofort entfernt werden. Wird kein Polyp festgestellt, wird Ihnen Ihr Arzt eine weiteren Darmspiegelung in 10 Jahren empfehlen. Ist ein Polyp entfernt worden, ist eine Nachspiegelung in kürzerem Abstand notwendig.
Es ist nach einer Darmspiegelung ohne negative Krebs-Diagnose ein gutes Gefühl für die nächsten 3 bis 10 Jahre.
Was sollte man generell tun?
Eine gesunde Ernährung und sportliche Aktivitäten 3 bis 4 mal in der Woche.
Verzicht auch erhöhte Fettzufuhr.
Rotes Fleisch sollte man viel seltener essen.
Verzichten Sie auf das Rauchen und der Alkoholkonsum sollte ein vernünftiges Maß nicht überschreiten.
Achten Sie auf Ihr Immunsystem und auch auf ein ausgeglichenes Seelenleben.













